Jahresbericht 2018

1.1. Vorwort Pascal Crittin, Präsident


2019 organisiert die Glückskette die 250. Spendensammlung ihrer Geschichte. Es ist eine Erfolgsgeschichte – eine lange Kette, die aus den Spenderinnen und Spendern, den Hilfswerken, der SRG und natürlich all jenen, die für die Stiftung arbeiten und gearbeitet haben, gebildet wird.

Mit der Übernahme des Präsidiums der Glückskette werde ich ein (bescheidener) Teil dieser Tradition. Und es liegt mir am Herzen, Ihnen zu danken, die diese schöne Geschichte schreiben.

In dieser Position gilt es auch, die aktuellen Herausforderungen zu berücksichtigen, die nicht nur die Medien oder die Wirtschaft, sondern auch eine Institution wie die Glückskette betreffen.

Die Geopolitik beeinträchtigt unsere Handlungsfähigkeit. Neue Akteure drängen in den humanitären «Markt» und verführen die Öffentlichkeit mit ihrer Agilität, auch wenn sie nicht immer garantieren können, dass ihre Massnahmen vor Ort auch nachhaltig wirksam sind. Auf der anderen Seite fordert die Öffentlichkeit, besser verstehen zu können, wie die humanitäre Hilfe funktioniert.

Aus diesem Grund haben wir uns mehrere Prioritäten gesetzt: Wir wollen das Modell der Glückskette und ihre Finanzierung nachhaltig sichern – auch abseits von medienwirksamen Katastrophen. Und wir wollen als Solidaritätsplattform die Partnerhilfswerke mit unserer Expertise unterstützen, ihren Austausch untereinander fördern und sie mit der SRG zusammenbringen, die durch die Glückskette einen wichtigen Beitrag zugunsten der Gesellschaft leistet.

Was man glaubt, erreicht zu haben, kann von einem Tag auf den anderen wieder infrage gestellt werden. Das hat die «No Billag»-Initiative gezeigt. Trotz ihrer schönen Geschichte darf sich die Glückskette nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Wir müssen den digitalen Wandel aktiv angehen, näher an die Öffentlichkeit herankommen, die Transparenz erhöhen und zeigen, dass wir mit den Spenden verantwortungsbewusst umgehen.

Auf diese Weise können wir auch weiterhin das Vertrauen geniessen, das uns die Öffentlichkeit seit 1946 Sammlung für Sammlung entgegenbringt, und den Weg für die nächsten Erfolge der Glückskette ebnen.

Pascal Crittin

Präsident des Stiftungsrats

1.2. Vorwort Tony Burgener, Direktor


Das Jahr 2018 war geprägt von vielen Katastrophen. Auf den Kriegsschauplätzen in Syrien, in Jemen, im Kongo und im Südsudan wurde mit unglaublicher Brutalität bar der Einhaltung aller humanitärer Regeln Kinder, Frauen und Männer getötet, genötigt und in die Flucht getrieben. Erdbeben, Überschwemmungen und Wirbelstürme beraubten unter anderem in Indonesien, Indien und in der Karibik Tausende von Hab und Gut.

Die Schweizer Hilfswerke, Partner der Glückskette, waren in den meisten Fällen sofort zur Stelle, um die benötigte Hilfe zu leisten.

Dabei wurde ihnen nicht immer der rote Teppich ausgerollt. Die internationale Hilfe wird in den Katastrophenländern zunehmend kritischer gesehen und es kann vorkommen, dass sie gar nicht akzeptiert wird.

Die von Katastrophen betroffenen Menschen wünschen nicht mehr als Hilfsempfänger angesehen zu werden. Sie wollen als Akteure verstärkt in die Entscheidungen und Ausführungen der humanitären Hilfe integriert werden.

Die internationalen NGOs müssen sich dementsprechend neu aufstellen und ihren Mehrwert klar aufzeigen. Dabei spielt die Kapazität, mit innovativen Ansätzen lokale Akteure zu unterstützen und die Hilfe effizienter zu gestalten, eine wichtige Rolle zu.

Die Schweizer NGOs sind sehr gut aufgestellt. Sie haben diesen Wandel grösstenteils antizipiert und werden auch noch vermehrt den Weg der Innovation gehen. Die Glückskette wird sie dabei weiterhin unterstützen und somit die Kette zwischen Spenderinnen und Spendern und den betroffenen Menschen noch enger schliessen.

Die Spenderinnen und Spender, bei denen wir uns herzlichst für ihre Treue und Unterstützung bedanken, erwarten diesen professionellen Ansatz.

Tony Burgener

Direktor

2. Unternehmensstrategie 2017 – 2020


Wir haben im Berichtsjahr den Strategieprozess (2017 2020) dynamisch vorangetrieben. Die Spenderinnen und Spender sowie die von Katastrophen betroffenen Menschen standen dabei im Mittelpunkt.

Näher am Spender 

Die Nähe zum Spender suchen wir in Zukunft noch direkter und konkreter. Dabei hilft uns die Technologie dank einem neuen CRM-Tool (Client Relation Management) und durch das Bestreben unseren Spenderinnen und Spendern das Spenden mit neuen Hilfsmitteln zu vereinfachen. Die Glückskette Visa Card von Bonus Card, die Zusammenarbeit mit TWINT oder der Austausch bei speziellen Aktionen und Anlässen sind Beispiele dafür. Wir werden diesen Weg im kommenden Jahr konsequent weitergehen. Die Spenderinnen und Spender sind auch in unseren Gremien, dank der Integration neuer Mitglieder im Stiftungsrat, noch besser vertreten.

Näher bei den betroffenen Bevölkerungen

Die betroffenen Bevölkerungen wollen verstärkt in die Hilfe integriert sein. Inwieweit dies heute schon der Fall ist, wollten wir bei den von uns finanzierten Projekten in Nepal wissen. Das Resultat war positiv: die Informationen fliessen und der Austausch über die Projekte funktioniert. Auch wissen die Menschen wo, wann und wie sie Anregungen oder allenfalls auch Reklamationen einbringen können. Das Fazit war sehr positiv, auch wenn diese Stossrichtung im Verlaufe der Zeit ein wenig nachliess und die konkrete Mitarbeit auch noch intensiviert werden kann. Die Lehren aus der Evaluation geben uns wichtige Anhaltspunkte für weitere Anstrengungen in diesem sehr wichtigen Bereich.

 

 


Innovation 

Innovation wird bei uns seit diesem Jahr konkret gelebt. Zwei Beispiele:  Dank innovativen Ansätzen wurden die von den Projektaktivitäten begünstigten Menschen in Burkina Faso und Mozambique direkt in die Umsetzung einbezogen. Dank speziellen Motorrädern, erreichen hochschwangere Frauen in Burkina Faso rechtzeitig das Gesundheitszentrum. Steht gerade keine Geburt an, können die Mitglieder des Kollektivs mit den Motorrädern als Taxis Geld verdienen. Zudem erlauben iPads in den Gesundheitszentren in einer Randregion Burkinas systematisch Diagnosen zu erstellen und diese in einem Büro des Gesundheitsministeriums zu erfassen, womit dieses in Echtzeit über Krankheitserreger und deren drohende Ausbreitung im Bilde ist.

Näher bei den Partnerhilfswerken

Neben der neuen Innovationsplatform treffen wir uns mit den Partnerorganisationen auch in der Gruppe zum Thema der digitalen Transformation. Gemeinsam arbeiten wir dort an einem systematischen Austausch der Informationen über die Nutzung der digitalen Suchplattformen, der sozialen Medien und deren mobilen Anwendungen zu welchen sich ein Dutzend NGOs bereit erklärten. Die Einbindung von mehreren verschiedenen NGOs in unsere Gremien z. B. Stiftungsrat und Projektkommission, verbunden mit einem klaren Management von Interessenskonflikten, wird es in Zukunft erlauben, noch strategischer vorzugehen.

Näher bei der SRG

Wir haben uns nur schon physisch der SRG genähert, in dem wir auch in Genf ins RTS-Gebäude umgezogen sind. Auch thematisch war der Austausch bei den Sammlungen zugunsten der Rohingya und den Erdbebenopfern in Indonesien weit intensiver. Bei «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta», spannten wir organisatorisch, thematisch und kommunikativ ganz eng zusammen. Die No-Billag-Abstimmung erlaubte es uns aufzuzeigen, welchen Mehrwert die SRG für Opfer von Katastrophen, aber auch die Schweizer Hilfswerke im Bereich der humanitären Hilfe bringen.

Alle Massnahmen sind mittlerweile in die Wege geleitet, so dass wir die Strategie bis Ende 2020 voll umgesetzt sein wird. In der Zwischenzeit hat sich die Welt aber nochmals rasant gewandelt, so dass eine neue Strategie von Nöten sein wird. Der permanente Umbruch lässt keine Zeit für einen Stillstand.

3. Spenden-Sammlungen


Als grösste private Schweizer Geldgeberin für humanitäre Hilfe und als humanitärer Arm der SRG sammeln wir über unsere eigenen Kanäle und die der SRG Spenden für Menschen in Not in der Schweiz und im Ausland und werden dabei von privaten Medien einschliesslich der Verbände Privatradios pro Glückskette in der Deutschschweiz und Radios Régionales Romandes in der Westschweiz unterstützt.

Damit wir aber zu Spenden aufrufen können, müssen drei Bedingungen erfüllt sein: es handelt sich um eine Katastrophe grossen Ausmasses mit der entsprechenden Medienaufmerksamkeit, das entsprechende Land bittet um oder akzeptiert internationale Hilfe und mindestens drei unserer Partnerhilfswerke können die Hilfe im betroffenen Land effizient und effektiv umsetzen.

Im Jahr 2018 waren diese Bedingungen dreimal erfüllt und so sammelten wir für die vertriebenen Rohingya in Bangladesch, die Opfer der Überschwemmungen im südindischen Staat Kerala und für die Opder des Tsunami in Indonesien.

Unser stärkstes Werkzeug zum Spendensammeln ist der nationale Solidaritätstag, bei dem die Unternehmenseinheiten der SRG einen Tag lang ihre Programme in den Dienst unserer Sammlung stellen und wir in vier Sammelzentralen der regionalen SRG-Standorten in Zürich, Genf, Chur und Lugano zu Spenden aufrufen. Im Berichtsjahr haben wir zwei nationale Solidaritätstage organisiert, einen für die Rohingya und einen für die Opfer des Tsunami in Indonesien.

Zudem haben wir zum Jahresende in Zusammenarbeit mit der SRG die Spendenaktionen «Jeder Rappen zählt», «Cœur à Cœur» und «Ogni centesimo conta» organisiert. Die Aktion «Jeder Rappen zählt» sammelte für «Ein Dach über dem Kopf» im Ausland und zum ersten Mal sammelten wir mit allen drei Aktionen Spendengelder für Kinder in der Schweiz, die Opfer oder Zeugen von häuslicher Gewalt sind.

Insgesamt haben uns die Spenderinnen und Spender im Jahr 2018 über 32,2 Millionen Franken Spenden anvertraut.

3.1. Rohingya


Im August 2017 sahen sich über 700’000 Rohingya in Myanmar aufgrund von Gewalt und Vertreibungen veranlasst, ihr Land zu verlassen und sind nach Bangladesch geflüchtet, wo sie im weltgrössten Flüchtlingslager Zuflucht gefunden haben.

Den Menschen fehlte es an allem, weshalb wir im Oktober 2017 zum ersten Mal für Spenden aufgerufen haben. Im Frühjahr 2018 zeichnete sich aber die nächste Bedrohung für die Rohingya in Bangladesch ab. Der anstehende Monsun drohte Erdrutsche auszulösen, Hütten und Latrinen zu zerstören und Krankheiten auszubreiten.

Deshalb haben wir am 23. Mai 2018 gemeinsam mit der SRG und der Unterstützung der Privatradios pro Glückskette einen nationalen Solidaritätstag durchgeführt. Die grösste Herausforderung dieses Solidaritätstages war, dass die drohende Katastrophe kaum in den Medien präsent war. Dank vielen Reportagen und Augenzeugenberichten von Journalistinnen und Journalisten sowie Hilfswerksvertreterinnen und -vertretern, konnten der Schweizer Bevölkerung die Not und die immensen Bedürfnisse aufgezeigt werden und wir erhielten am Tag selbst rund drei Millionen Franken Spendenversprechen.

 

3.2. Überschwemmungen Indien


Im August 2018 führte ein aussergewöhnlich starker Monsun im südindischen Bundesstaat zu den grössten Überschwemmungen seit 100 Jahren in dieser Region. Aufgrund des Ausmasses der Katastrophe, die hunderttausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben hat und der Möglichkeit unserer Partnerhilfswerke über ihre lokalen Partner schnell Hilfe leisten zu können, lancierten wir einen Spendenaufruf für die Menschen in Kerala.

Innerhalb weniger Wochen erhielten wir Spenden in der Höhe von über 900’0000 Franken, die es uns erlaubten, dringend notwendige Nothilfe zu finanzieren.

3.3. Tsunami Indonesien


Am 28. September 2018 führten ein Erdbeben und ein Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi zu einem katastrophalen Ausmass an Zerstörung, über 60’000 Menschen verloren ihr Obdach und mehrere hunderttausend Menschen waren dringend auf Hilfe angewiesen.

Nachdem die indonesische Regierung wenige Tage nach der Katastrophe grünes Licht für die internationale Hilfe gab, sofern sie über lokale Organisationen geleistet wurde und unsere Partnerhilfswerke in der Lage waren diese Hilfe unter diesen Auflagen zu leisten, organisierten wir am 5. Oktober 2018 einen nationalen Solidaritätstag für die Opfer des Tsunami in Indonesien.

Über sechs Millionen Franken Spendenversprechen erhielten wir in unseren vier Sammelzentralen, welche bis Ende 2018 mehr als verdoppelt wurden. Über 13 Millionen Franken erhielten wir im Rahmen dieser Sammlung im Berichtsjahr und konnten unmittelbar mit der Finanzierung der Nothilfe beginnen.

3.4. «Jeder Rappen zählt» / «Coeur à Coeur» / «Ogni centesimo conta»


Vom 15. bis 21. Deze3.4.mber 2018 führten wir gemeinsam mit SRF, RTS und RSI die drei Sammelaktionen «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo Conta» durch.

«Jeder Rappen zählt» fand bereits zum zehnten Mal statt und sammelte für ein Dach über dem Kopf. Zwei Drittel der Spendengelder werden im Ausland dafür eingesetzt, dass Kinder und ihre Familien, die aufgrund von Naturkatastrophen oder Konflikten ihr Zuhause verloren haben, wieder ein sicheres Dach über dem Kopf haben. Mit einem Drittel des Spendengeldes werden wir in der Schweiz Projekte für Kinder unterstützen, die zu Hause Gewalt, Missbrauch oder Vernachlässigung erlebt haben und dringend Schutz und Hilfe brauchen. Bis zum Ende der Sammelaktion erhielten wir Spenden und Spendenversprechen in der Höhe von 5,7 Millionen Franken, wovon 4’885’523 Franken bis am 31. Dezember 2018 auf unser Konto einbezahlt wurden. «Jeder Rappen zählt» fand im Jahr 2018 zum letzten Mal in dieser Form statt, gemeinsam mit SRF sind wir dabei ein Folgeprojekt auszuarbeiten.

Die gemeinsame Aktion «Coeur à Coeur» mit RTS fand im Dezember 2018 zum dritten und «Ogni centesimo conta» mit RSI zum zweiten Mal statt. Beide Aktionen sammelten ausschliesslich für Kinder in der Schweiz, die zu Hause Opfer oder Zeugen von Gewalt wurden. Es ist das erste Mal, dass wir uns in der Schweiz für von Gewalt betroffene Kinder engagieren.

Im Rahmen von «Coeur à Coeur» wurden 1,5 Millionen Franken und im Rahmen von «Ogni centesimo conta» rund 350’000 Franken gespendet und versprochen, wovon 852’311 Franken und 253’476 Franken bis am 31. Dezember 2018 auf unsere Konten einbezahlt wurden.

 


Nebst dem Sammeln von Spendengeldern für Katastrophen, die nicht unbedingt in den Medien thematisiert werden, bieten uns diese drei Aktionen Gelegenheit, um junge Menschen in der Schweiz mit unserer humanitären Tradition vertraut zu machen. Dass dies auch im Berichtsjahr sehr gut gelungen ist, zeigen die zahlreichen Aktionen von Kindern, Schulklassen und Familien. Dazu beigetragen hat aber auch die Zusammenarbeit mit Studierenden der Hochschule Luzern, die im Rahmen von «Jeder Rappen zählt» und mit Unterstützung vom UNHCR und der Eawag eine interaktive Ausstellung auf die Beine gestellt haben. Ein dazu angebotener Workshop zusammen mit youngCaritas erlaubte es über 800 Kindern und Jugendlichen das Spendenthema in Luzern konkret zu erleben.

4. Verwendung der Spendengelder


Im Jahr 2018 haben wir insgesamt 238 Projekte unserer Partnerhilfswerke unterstützt, welche rund fünf Millionen Menschen in 39 Ländern in den Bereichen wirtschaftliche Erholung, Rehabilitation oder Wiederaufbau unterstützt haben.

Die Spendengelder, mit denen wir diese Projekte mitfinanziert haben, stammen einerseits aus den Sammlungen des Jahres 2018 (Rohingya, Überschwemmungen Indien und Tsunami Indonesien) aber auch aus Sammlungen früherer Jahre. Denn wir setzen die Spendengelder nachhaltig ein und solche Projekte dauern gerade nach Naturkatastrophen mehrere Jahre.

Sowohl in der Schweiz als auch im Ausland standen im Jahr 2018 Kinder im Fokus. Im Ausland konnten wir dank unserem Kinderhilfefonds 21 Projekte in 15 Ländern finanzieren und konnten so gemeinsam mit unseren Partnern zu besserem Schutz, Gesundheit und Bildung von mehr als 738’000 Kindern beitragen.

In der Schweiz konnten wir dank Spenden aus den Sammlungen «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta» über 400 Jugendliche bei ihrer sozialen und beruflichen Integration unterstützen.

4.1. Hilfe im Ausland


Insgesamt 161 Projekte in 38 Ländern haben wir im Jahr 2018 unterstützt. Nebst den 21 Projekten für die Kinderhilfe haben wir unter anderem 19 Projekte in Afrika in Folge der Hungersnot von 2017, 16 Projekte für die vertriebenen Rohingya in Bangladesch, 16 Projekte für die syrischen Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens und 16 Projekte im Rahmen des Wiederaufbaus in Nepal nach dem Erdbeben von 2015 unterstützt.

4.1.1. Rohingya


Im Jahr 2017 flüchteten über 700’000 Menschen aufgrund von Gewalt und Vertreibungen aus Myanmar nach Bangladesch. Im Oktober 2017 haben wir deshalb zum ersten Mal Spenden für die Rohingya gesammelt, die im weltgrössten Flüchtlingslager unter prekärsten Bedingungen leben.

Bis im Frühling 2018 stand vor allem das Überleben dieser Menschen im Vordergrund, weshalb wir die Verteilung von Gütern des Grundbedarfs (Körperpflege, Kochen etc.), den Bau von Stationen zur Wasserversorgung und von Latrinen, sowie Projekte zur Gesundheitsversorgung mitfinanzierten.

Doch dann zeichnete sich die nächste Bedrohung für die Rohingya ab: Durch den anstehenden Monsun drohten die Hänge und somit die Hütten abzurutschen, die Latrinen zu überlaufen und sich Krankheiten auszubreiten.

Mit dem Geld, das wir am nationalen Solidaritätstag vom 23. Mai 2018 gesammelt haben, konnten wir Projekte unserer Partnerhilfswerke finanzieren, die Unterkünfte solider machten, Gelände festigten, Latrinen sicherten und reparierten, sowie die Gesundheitsversorgung weiter gewährleistete. Aber auch Kinderschutzprojekte und die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten konnten wir finanzieren, denn die Perspektivenlosigkeit und das Fehlen von Arbeitsmöglichkeiten ist eines der grössten Probleme der Rohingya.

Insgesamt konnten wir letztes Jahr 16 Projekte von elf Partnerhilfswerken finanzieren. Diese Hilfe werden wir je nach finanziellen Möglichkeiten auch im Jahr 2019 weiterführen, denn eine Rückkehr der Rohingya nach Myanmar oder eine andere politische Lösung zeichnet sich nicht ab.

Projektbeiträge 2018:

4’979'375 CHF

Spenden 2018: 7'689'693 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz, HEKS, Helvetas, Hirondelle, LAW (Legal Action Worldwide), Médecins du Monde, Save the Children Schweiz, Schweizerisches Rotes Kreuz, Terre des hommes - Kinderhilfe

Projektbeiträge 2018:

657'145 CHF

Spenden 2018: 923'648 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz, CBM Christoffel Blindenmission Schweiz, HEKS, Helvetas, Terre des hommes - Kinderhilfe

4.1.2. Überschwemmungen Indien


Ende August 2018 sorgen heftige Monsun-Regenfälle im südindischen Bundesstaat Kerala zu den schlimmsten Überschwemmungen seit 100 Jahren. Dank unserem Spendenaufruf konnten wir 923’648 Franken sammeln und damit fünf Projekte unserer Partnerhilfswerke finanzieren, die vorwiegend die Nothilfe und Gesundheitsversorgung im Fokus hatten.

Die indischen Partnerorganisationen unserer Partnerhilfswerke konnten unmittelbar nach der Katastrophe mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, Küchen- und Hygieneartikeln und Kleidern beginnen und so die Menschen mit den wichtigsten Dingen versorgen, die sie durch die Überschwemmungen verloren hatten.

Einen weiteren Fokus der Nothilfe legten wir auf die Gesundheitsvorsorge. Durch das Wasser und den Schlamm kam es vermehrt zu Schlangenbissen, Durchfallerkrankungen und Verletzungen. Daneben finanzierten wir Projekte, welche mittels Bargeldhilfe den Menschen erlaubten sich neues Saatgut zu kaufen und somit durch den Anbau neuer Nahrungsmittel langsam von der Katastrophe zu erholen.

Eines der Projekte läuft noch bis Frühjahr 2019. Ansonsten sind die gesammelten Mittel durch diese fünf Projekte komplett aufgebraucht.

4.1.3. Tsunami in Indonesien


Am 28. September bebte in Indonesien die Erde und löste einen Tsunami aus, der auf der Insel Sulawesi enorme Verwüstungen verursachte. Am 5. Oktober 2018 führten wir gemeinsam mit der SRG einen nationalen Solidaritätstag durch und erhielten insgesamt 13,1 Millionen Franken Spenden.

Wenige Tage nach der Katastrophe gab die Regierung grünes Licht für die Internationale Hilfe, aber mit der Auflage, dass sie über lokale Hilfswerke abgewickelt wird und keine internationalen Mitarbeiter der Hilfswerke in der betroffenen Zone stationiert werden.

Diese Bedingungen stellten jedoch für die meisten unsere Partnerhilfswerke kein Problem dar, da sie entweder über ihr eigenes Netzwerk oder Partnerschaften verfügten, dank denen sie sehr schnell mit der Nothilfe beginnen konnten. Davon konnte sich auch unser Programmverantwortliche für Indonesien einen Monat nach der Katastrophe vor Ort überzeugen.

Diese Nothilfe dauert voraussichtlich vom Oktober 2018 bis Ende Februar 2019. Es geht hier aber nicht nur um die erste Nothilfe, wie Lebensmittelverteilungen, Zugang zu Wasser und medizinische Versorgung, sondern auch um Projekte, die den Menschen helfen, sich behelfsmässig eine Unterkunft zu bauen und ihren Alltag wieder aufzunehmen. Bis Ende 2018 konnten wir acht solcher Projekte unterstützen.

Die zweite Phase der Rehabilitation startet im Jahr 2019 und dauert voraussichtlich mindestens zwei Jahre.

Projektbeiträge 2018:

1'663'248 CHF

Spenden 2018: 13'648'479 CHF

Hilfswerke 2018:

ADRA, Caritas Schweiz, CBM Christoffel Blindenmission Schweiz, HEKS, Medair, Save the Children Schweiz, Schweizerisches Rotes Kreuz, Solidar Suisse

4.1.4. Hungersnot Afrika (2017)


Am 11. April 2017 organisierten wir einen Sammeltag zugunsten der Opfer der Dürre und Konflikte in verschiedenen afrikanischen Ländern. Insgesamt erhielten wir Spenden in der Höhe von 19’366‘498 Franken.

Auch im Jahr 2018 war die Situation besonders im Südsudan weiterhin alarmierend. Obwohl Ende Jahr ein Waffenstillstand erreicht werden konnte, ist unklar, wie sich die Situation entwickelt. Auch in Nigeria bleibt die Situation aufgrund vieler bewaffneter Übergriffe weiterhin sehr fragil. Zudem ist aufgrund der vielen intern Vertriebenen und Flüchtlinge das Gesundheitssystem fast komplett zusammengebrochen.

Umso wichtiger sind deshalb die Projekte, die wir dank dieses Fonds in Äthiopien, Somalia, Nigeria und im Niger und Südsudan umsetzen konnten. Wir haben 14 Projekte unserer Partnerhilfswerke im Jahr 2018 in den folgenden Bereichen mitfinanziert: Gesundheitsversorgung, Zugang zu Trinkwasser, Zugang zu Lebensmitteln, auch über Bargeldhilfe, Verbesserung der hygienischen Bedingungen und vor allem die Behandlung von mangelernährten Kindern.

Dank diesem Effort und dem Zusammenspiel aller Gemeinschaften und lokalen Partnern, konnte die befürchtete Ernährungskrise in ihrem schlimmsten Ausmass abgewendet werden.

Projektbeiträge 2018:

3'982'539 CHF

Spenden 2018: 223'691 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz, CBM Christoffel Blindenmission Schweiz, Handicap International, HEKS, Medair, Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen, Schweizerisches Rotes Kreuz, Save the Children Schweiz, Terre des hommes – Kinderhilfe, Vétérinaires sans Frontières

Projektbeiträge 2018:

2'226'028 CHF

Spenden 2018: 2750 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz, HEKS, Terre des hommes – Kinderhilfe

4.1.5. Haiti


In Haiti finanzierten wir im Berichtsjahr noch sechs Projekte, um den vom Wirbelsturm Matthew im Jahr 2016 geschädigten Menschen zu helfen. Unsere Partnerhilfswerke konnten somit die Wiederaufbauprojekte abschliessen. Durch diese konnten insgesamt mehr als 520 Häuser und drei Schulen wiederaufgebaut oder instand gestellt werden. Zudem erhielten 21 Schulen und über 30’000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Ein weiterer Fokus legten wir im Jahr 2018 gemeinsam mit unseren Partnerhilfswerken darauf, den Menschen, die aufgrund des Wirbelsturmes kein Einkommen mehr hatten, zu helfen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Bauern erhielten neues Saatgut und Werkzeuge und Fischer neue Utensilien wie Netze und Waagen.

Im Jahr 2019 werden voraussichtlich die letzten Projekte und somit die Hilfe für die vom Wirbelsturm Matthew geschädigten Menschen abgeschlossen sein.

Projektbeiträge 2018:

561'057 CHF

Spenden 2018: 0 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz


Acht Jahre nach dem grossen Erdbeben im Jahr 2010 finanzierten wir im Berichtsjahr noch ein letztes Projekt, das Ende Jahr nach vier Jahren seinen Abschluss fand. Dabei ging es einerseits darum, die Menschen vor zukünftigen Katastrophen besser zu schützen. Dazu wurden 25’000 Bäume gepflanzt, um die fortgeschrittene Erosion in Haiti zu stoppen.

Andererseits half dieses Projekt den Menschen dabei, ihr Einkommen zu verbessern und ihre Tätigkeiten zu diversifizieren, indem sie in Kleintieraufzucht und alternativen Anbaumethoden geschult wurden und zum Start der Tätigkeit auch Hasen und Schweine erhielten.

Insgesamt wurden in Haiti seit dem Erdbeben 2010 mehr als 2700 Häuser und 10 Schulen wiederaufgebaut oder instandgestellt.

4.1.6. Flüchtlinge


Der Fonds für die Flüchtlingshilfe bildeten wir im Jahr 2015, als die Nachrichten über die grossen Flüchtlingsströme auf der Balkanroute die ganze Welt bewegten. Für die rund vier Millionen Menschen, die aus Syrien in die Nachbarländer geflüchtet sind, zeigt sich die Situation auch drei Jahre nach Beginn dieser Sammlung immer noch sehr schwierig.

Umso wichtiger ist deshalb die Kontinuität unserer Hilfe und die 16 Projekte, die wir im Jahr 2018 aus diesem Fonds unterstützen konnten. Sechs davon setzten unsere Partnerhilfswerke im Libanon, fünf im Irak und drei in Jordanien um. In allen drei Ländern konnten wir sogenannte Bargeldhilfe-Projekte für rund tausend Familien, Gesundheitsprojekte und Projekte zur Aufwertung oder Reparatur von fast 200 Wohnungen für die Flüchtlinge finanzieren. Gemeinsam mit unseren Partnerhilfswerken konnten wir im Jahr 2018 die Lebensbedingungen von mehr als 700’000 Menschen verbessern.

Aber auch auf Griechenland blieb die Situation im Jahr 2018 für die Flüchtlinge prekär. Besonders Frauen auf der Flucht und Jugendliche konnten wir hier mit zwei Projekten von nicht bei uns akkreditierten Hilfswerken unterstützen, sogenannte «Grassroot-Organisationen», welche direkt der Zivilgesellschaft entsprangen.

Projektbeiträge 2018:

5'733'527 CHF

Spenden 2018: 209'838 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz, Medair, Schweizerisches Rotes Kreuz, Terre des hommes – Kinderhilfe, Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen, Solidar Suisse, Save the Children, HEKS, One Happy Family, SAO Frauen für Frauen auf der Flucht

4.1.7. Syrien


Seit dem Jahr 2012 sammeln wir Spenden für Syrien und finanzieren mit dem Geld Projekte unserer Partnerhilfswerke. Auch über sechs Jahre nach dem Beginn der Sammlung hält der Bürgerkrieg an. In Syrien selbst sind über sechs Millionen Menschen auf der Flucht, sogenannte Binnenvertriebene.

Für diese Menschen konnten wir im Jahr 2018 acht Projekte von fünf Partnerhilfswerken finanzieren. Die geleistete Hilfe beinhaltet die Verteilung von Gutscheinen für Nahrungsmittel und Güter des Grundbedarfs, 7000 Kartons mit Nahrungsmitteln und 14’000 warme Mahlzeiten die in Gassenküchen für die vertriebenen Menschen ausgegeben wurden. 300 Wohnungen konnten repariert und aufgewertet werden und 1500 Kinder konnten an Aktivitäten teilnehmen, die es ihnen erlaubten, sich in einem sicheren Umfeld zu erholen und einen Moment einfach nur Kind zu sein. Zudem erhielten 300 Familien finanzielle Unterstützung.

Mit den im Jahr 2018 finanzierten Projekten haben wir die gesamten Spendengelder, die wir seit 2012 für Syrien erhalten haben, eingesetzt.

Projektbeiträge 2018:

1'274'008 CHF

Spenden 2018: 148'495 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz, HEKS, Medair, Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen, Terre des hommes – Kinderhilfe

4.1.8. Erdbeben Nepal 2015


In Nepal konnten wir im dritten Jahr nach dem grossen Erdbeben den Wiederaufbau in sechs vom Erdbeben sehr stark betroffenen Regionen gemeinsam mit unseren Partnerhilfswerken und ihren lokalen Partnern weiter vorantreiben. 2800 von insgesamt 5000 Privathäusern, 16 Schulen, drei Kinderkrippen und drei Gesundheitszentren konnten im Jahr 2018 fertiggestellt werden.

Nebst dem Bau von Gebäuden stand der Zugang zu Wasser sowohl für den Eigengebrauch als auch für die Landwirtschaft im Fokus der Arbeiten. Mehr als 30 Bewässerungskanäle, sowie mehr als 40 Wassersysteme in sehr abgelegenen Gebieten konnten repariert und wieder instandgestellt werden.

Im Rahmen der 16 Projekte, die wir 2018 in Nepal finanziert haben, Stand der Transfer von Wissen im Vordergrund. Einerseits zwischen unseren Partnerhilfswerken und ihren lokalen Partnern, aber auch an die lokale Bevölkerung. So wurden über 600 Maurer im erdbebensicheren Häuserbau ausgebildet.

Die Akzeptanz der Projekte und ihrer Qualität durch die Begünstigten haben wir auch im Berichtsjahr durch eine partizipative und integrative Evaluation weitergeführt. Der Einsatz der Spendengelder kommt voraussichtlich im Jahr 2019 zum Abschluss.

Projektbeiträge 2018:

3'952'541 CHF

Spenden 2018: 10'888 CHF

Hilfswerke 2018:

ADRA, ARCHI, Caritas Schweiz, CBM Christoffel Blindenmission Schweiz, Helvetas, Integrity Action, Kam For Sud, Lukla-Chaurikharka Association, Medair, Terre des hommes – Kinderhilfe, Save the Children Schweiz, Solidar Suisse, Swisscontact

4.1.9. Innovation


Dank dem im Jahr 2018 neu gegründeten Innovationsfonds können wir Projekte unserer Partnerhilfswerke finanzieren, die neue Ideen und Ansätze testen. Langfristig soll dies dazu führen, dass die humanitäre Hilfe noch effektiver und noch effizienter wird.

Im Jahr 2018 finanzierten wir je ein Projekt in Burkina Faso, in Mosambik und in der Ukraine.

Der Einsatz von iPads, die mit einer speziellen Gesundheits-App versehen sind, helfen in abgelegenen Gesundheitszentren in Burkina Faso schnelle und genaue Diagnosen zu erstellen und gleichzeitig das Gesundheitsministerium über Krankheitserreger und deren drohende Ausbreitung über den Austausch von Daten zu informieren.

Um Gesundheit geht es auch in Mosambik: spezielle Motorräder werden zum Transport von schwangeren Frauen eingesetzt, damit sie sicher und rechtzeitig zur Entbindung ins nächstliegende Gesundheitszentrum gefahren werden können. Steht gerade keine Entbindung an, werden die Motorräder als Moto-Taxis eingesetzt und generieren für die Betreiber so ein Einkommen.

Beim dritten Projekt handelt es sich um sogenannte Fablabs, kleine technische Werkstätten, in denen junge benachteiligte Menschen in der Ukraine, Gaza, Burkina Faso und Rumänien in einem geschützten Rahmen technische Fertigkeiten erlernen können und in Kontakt mit modernster Technologie wie 3D-Drucker kommen.

Projektbeiträge 2018:

291'554 CHF

Spenden 2018: 0 CHF

Hilfswerke 2018:

Enfants du Monde, SolidarMed, Terre des hommes – Kinderhilfe

4.1.10. Kinderhilfe


Dank des Fonds «Child Welfare» können wir uns gemeinsam mit unseren Partnerhilfswerken für Kinder von 0 bis 14 Jahren einsetzen, die besonders benachteiligt sind. Im Jahr 2018 konnten wir einerseits Projekte in Krisen-Kontexten wie Afghanistan oder Niger finanzieren, um den von Krieg und der saisonal bedingten Häufung von Malaria und Mangelernährung betroffenen Kindern spezifisch mit Gesundheitsdienstleistungen und Spezialnahrung zu helfen.

Andererseits konnten wir uns aber auch durch Projekte in Benin, Mali, Kamerun, Mosambik, Lesotho, Senegal, Zimbabwe, Bolivien, Guatemala, Indien und Nepal gemeinsam mit unseren Partnerhilfswerken dafür einsetzen, dass die Kinderrechte mehr Bedeutung bekommen, die Kinder besser geschützt werden, vor allem vor Kinderarbeit und anderen Formen der Ausbeutung und die Kinder eine bessere Bildung geniessen.

Unsere Partnerhilfswerke s4etzten im Jahr 2018 insgesamt 21 Gesundheits-, Bildungs- und Kinderschutz-Projekte in 15 Ländern um und ermöglichten so fast 400’000 Kindern ganz spezifisch bessere Lebensbedingungen und erhöhten ihre Chance auf eine bessere Zukunft.

Projektbeiträge 2018:

1'062'556 CHF

Spenden 2018: 643'986 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas Schweiz, CBM Christoffel Blindenmission Schweiz, Enfants du Monde, Handicap International, IAMANEH Schweiz, Médecins du Monde, Medair, Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen, Save the Children, Solidar Suisse, SolidarMed, Terre des hommes – Kinderhilfe, Vivamos Mejor

Projektbeiträge 2018:

437’727 CHF

Spenden 2018: 0 CHF

Hilfswerke 2018:

Caritas schweiz, Eirene Suisse, Terre des hommes - Kinderhilfe, Médecins du Monde, Save the Children, Vivamos Mejor

4.1.11. «Jeder Rappen zählt» 2015, 2016 und 2017


Die Projektumsetzung dauert bei uns je nach Fonds und Thema mehrere Jahre. So auch bei den Sammlungen «Jeder Rappen zählt» der Jahre 2015, 2016 und 2017, aus deren Geldern wir auch im Berichtsjahr immer noch Projekte finanzieren konnten.

Vier der neun laufenden Projekte aus «Jeder Rappen zählt» 2015 (für Jugendliche in Not) kümmerten sich um die berufliche und soziale Reintegration besonders benachteiligter Jugendlichen in Kolumbien. Weitere Projekte kümmerten sich um das gleiche Anliegen in Nicaragua, im Irak, in Palästina und auf den Philippinen, wo Jugendliche eine zweite Chance auf eine erfolgreiche berufliche und private Zukunft erhielten.

Projektbeiträge 2018:

1'757’378 CHF

Spenden 2018: 150 CHF

Hilfswerke 2018:

ADRA, Save the Children Schweiz, Terre des hommes - Kinderhilfe


Mit dem Geld aus «Jeder Rappen zählt» 2016 finanzieren wir Projekte für Kinder allein auf der Flucht. Im Berichtsjahr konnten wir nochmals sieben Projekte finanzieren, wovon fünf Projekte Kinder und Jugendliche auf der Migrationsroute im Balkan und in Griechenland besser schützten und ihnen wichtige berufliche Fähigkeiten vermittelten, durch die sie im Aufnahmeland einfacher beruflich Fuss fassen können. Auch im Südsudan und in Nigeria konnten unsere Partnerhilfswerke Kinder und Jugendliche, die alleine flüchten, besser schützen und sie wieder mit ihren Familien zusammenführen oder sie in Gastfamilien unterbringen. Dort sind sie in Sicherheit und finden mindestens für eine bestimmte Zeit ein liebevolles Zuhause.

Projektbeiträge 2018:

1'541’102 CHF

Spenden 2018: 1'100'836 CHF

Hilfswerke 2018:

CBM Christoffel Blindenmission Schweiz, Enfants du Monde, HEKS, Save the Children Schweiz, Solidar Suisse, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, Terre des hommes - Kinderhilfe, terre des hommes schweiz


Mit den Geldern aus «Jeder Rappen zählt» 2017 konnten wir im Ausland neun Projekte für eine bessere Bildung finanzieren. Der Fokus lag dabei vor allem darauf die Qualität und den Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche in den afrikanischen Ländern Burkina Faso, Mali, Nigeria, Senegal und Südsudan zu verbessern. Aber auch Kinder in Madagaskar und Myanmar konnten von Bildungsprojekten profitieren, indem Lehrer weitergebildet wurden oder Angebote für Kinder, die nie zur Schule gingen, geschaffen wurden.

Bei den Projekten im Südsudan und in Nigeria ging es um die sogenannte Notfall-Pädagogik, das heisst Unterrichtsmöglichkeiten in Kriegskontexten schaffen und dabei besonders auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Kinder eingehen zu können, die Schlimmes erlebt haben und das Lernen neu lernen müssen.

4.2. Hilfe in der Schweiz


In der Schweiz finanzierten wir im Jahr 2018 insgesamt 59 Projekte für Jugendliche in Not und haben dadurch mehr als 400 Kinder und Jugendliche bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung unterstützt. Die Spendengelder dafür hatten wir Ende 2015, 2016 und 2017 in Zusammenarbeit mit der SRG dank den Sammelaktionen «Jeder Rappen zählt», «Cœur à Cœur» und «Ogni centesimo conta» gesammelt.

Nebst dem Fokus auf Kinder, haben wir auch unsere Unwetterhilfe weitergeführt und konnten neun Haushalte, einen Klein- und Mittelbetrieb und vier Gemeinden, die in früheren Jahren durch Unwetter zu Schaden kamen bei der Bezahlung ihrer Restkosten unterstützen.

Auch die Hilfe in Bondo haben wir weitergeführt und konnten zwei Klein- und Mittelbetriebe, einen Verein und 24 Haushalte dabei unterstützen, sich von der Katastrophe zu erholen.

4.2.1. Bondo


Ende August 2017 ereignete sich am Piz Cengalo ein Murgang, der das Val Bondasca verwüstete und in Bondo viele Häuser und Betriebe beschädigte und zum Teil ganz zerstörte.

Im Berichtsjahr erhielten weitere 24 Haushalte finanzielle Unterstützung bei der Begleichung ihrer doppelten Mietkosten, zusätzlichen Transportkosten und Restkosten oder Selbstbehalte für die Beschaffung des zerstörten Mobiliars und Haushaltsartikeln.

Zudem konnten wir zwei Klein- und Mittelbetriebe unterstützen, die aufgrund der Schäden und der ausbleibenden Touristen über einige Monate kein Einkommen erwirtschaften konnten. Auch ein Verein erhielt einen finanziellen Zustupf.

Die Hilfe für die Privatpersonen ist somit mehr oder weniger abgeschlossen, neue Unterstützungsgesuche werden wir weiterhin prüfen und wenn möglich unterstützen. Auf Seiten der Klein- und Mittelbetriebe ist noch ein Fall offen und die Restkosten für die Wiederinstandstellung der Infrastruktur in der Gemeinde werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2019 geklärt.

Bezahlte Projektbeiträge 2018:

92’581 CHF

Erhaltene Spenden 2018: 37’527 CHF

4.2.2. Unwetter Schweiz


Mit dem laufenden Fonds Unwetter Schweiz können wir Privatpersonen und Gemeinden unterstützen, die durch Unwetter oder deren Folgen zu Schaden gekommen sind. Wir leisten in den meisten Fällen finanzielle Beiträge an Restkosten, die bleiben, wenn die Versicherungen oder Dritte ihre Beiträge bezahlt haben.

Da dies meist mit grossem administrativem Aufwand verbunden ist und mehrere Monate bis Jahre dauert, haben wir im Berichtsjahr Unterstützung für neun Haushalte, einen Klein- und Mittelbetrieb und vier Gemeinden geleistet, die in den Jahren 2011, 2014 und 2016 durch Überschwemmungen, Felsstürze, Starkregen und Erdrutsche zu Schaden kamen.

Dabei leisteten wir Beiträge an Räumungs- und Wiederinstanstellungsarbeiten in der Landwirtschaft, auf Strassen und Wanderwegen und in der Wasserversorgung und Uferbereinigung.

Bezahlte Projektbeiträge 2018:

1’111’482 CHF

Erhaltene Spenden 2018: 93’870 CHF

Projektbeiträge 2018:

162’613

Spenden 2018: 0 CHF

Organisationen 2018:

Association Astural - Parcours A2Mains, Association Ateliers Phénix, EQUIPE VOLO, Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime - Vert.igo

4.2.3. Jugendliche in Not


Mit den Geldern aus den gemeinsamen Sammlungen mit SRF, RTS und RSI aus den Jahren 2015, 2016 und 2017 konnten wir im Jahr 2018 insgesamt 59 Projekte zugunsten junger Menschen finanzieren, die es ihnen erlauben, beruflich und sozial Fuss zu fassen.

Mit dem Geld aus «Jeder Rappen zählt 2015» konnten wir noch vier letzte Projekte finanzieren, durch die Jugendliche eine zweite Chance für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben erhielten.

Projektbeiträge 2018:

524’451 CHF

Spenden 2018: 150 CHF

Organisationen 2018:

Association En Route Pour Apprendre, Association La Sorcière affairée, Association ParMi, Caritas Schweiz, Caritas Zürich, Croce Rossa Svizzera - Sezione Sottoceneri, Dominikanerkloster Cazis - Schule St. Catharina, Eglise catholique Canton de Vaud - Action-parrainages, National Coalition Building Institute Schweiz, Rotes Kreuz Schaffhausen, Schweizerisches Arbeiterhilfswerk Schaffhausen, Schweizerisches Rotes Kreuz, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Aargau, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Basel, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Solothurn, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Zürich, Soccorso Operaio Svizzero/Ticino, Solidaritätsnetz Bern, Stiftung Futuri, Verein family-help, Verein Flüchtlinge Malen, Verein IG offenes Davos, Verein KUMA, Verein Netzwerk Asyl Aargau, Zentrum Bäregg GmbH


Bei den Aktionen «Jeder Rappen zählt» und «Coeur à Coeur» von 2016 sammelten wir Geld für unbegleitete Minderjährige in der Schweiz. Im Berichtsjahr konnten wir damit insgesamt 37 Projekte von Schweizer Sozialinstitutionen finanzieren, die diesen jungen Menschen helfen, sich in ihrem neuen Lebensumfeld einzugewöhnen.

Projektbeiträge 2018:

1'842’179

Spenden 2018: 1'215'342

Organisationen 2018:

Genossenschaft FuturX, Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich, Stiftung Lebenshilfe, Verein Flüchtlings Theater Malaika, Verein Kinderprojekt Arche, Verein Lollypop Galaxys / Nido del Lupo


Bei den Sammlungen «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und zum ersten Mal auch «Ogni centesimo conta» 2017 ging es um den Fokus Bildung. Wir konnten hier Projekte aus dem Jahr 2016, die sich als besonders erfolgreich gezeigt haben und Bildung im Fokus haben, weiterfinanzieren und somit eine Kontinuität in unserer Hilfe sicherstellen. Wir haben aber auch neue Projekte finanziert, wie etwa ein spezielles Integrationsprojekt für Jugendliche, die unter dem Asperger-Syndrom leiden oder ein Projekt, das jungen Müttern hilft, Ausbildung und Kind unter einen Hut zu bringen. Insgesamt konnten wir 18 Projekte unterstützen und werden die Finanzierung für einige davon auch im 2019 weiterführen können.

4.2.4. Cala Sannitica


«Cala Sannitica» ist ein Spezialfonds zugunsten von Kindern in der Schweiz, gespiesen aus Beiträgen eines Grossspenders. Er ergänzte die Projekte für Jugendliche in Not in der Schweiz.

Bis im Oktober 2017 wurden Kinder durch einen Beitrag an Musik- und Kunstkurse, Sportunterricht, Freizeit- und Ferienaktivitäten, oder in Form schulischer Hilfe unterstützt.

Seit dem Oktober 2017 konzentriert sich «Cala Sannitica» auf die Unterstützung des Projektes der Walliser Organisation Vacances Familiales, welches es Familien erlaubt, während sie eine schwierige Zeit durchleben, während einer Woche in der Natur und in einem stimulierenden Umfeld Selbstvertrauen zu gewinnen und Energie zu tanken. Sie lernen dabei auch, wie sie mit ganz bestimmten schwierigen Situationen umgehen können. Im Berichtsjahr konnten 35 Eltern und 58 Kinder solche Ferien verbringen, ihre Batterien auftanken und an ihrer Beziehung mit ihren Kindern arbeiten.

Projektbeiträge 2018:

40’350 CHF

Spenden 2018: 1000 CHF

Organisationen 2018:

Association Vacances Familiales



5. Kommunikation


Transparenz ist in unserer gesamten Arbeit unser Kredo. Einerseits kommunizieren wir mit unseren Partnerorganisationen transparent und offen über unsere Tätigkeiten, haben uns aber auch der Transparenz gegenüber den Begünstigten verschrieben. Es ist uns wichtig, dass die Menschen wissen, woher das Geld kommt, mit dem die Hilfe finanziert ist, die sie erhalten.

Besonders am Herzen liegt uns jedoch die Transparenz gegenüber unseren Spenderinnen und Spendern, die uns im Jahr 2018 über 32,2 Millionen Franken Spenden anvertraut haben. Ihnen gegenüber möchten wir genau aufzeigen, wie wir ihre Spenden eingesetzt haben, was gut und was weniger gut funktioniert hat.

Diesen Anspruch auf Transparenz setzen wir in all unseren Kommunikationsmitteln um, sei es in Medienmitteilungen, Facebook-Posts, Internet-Artikeln, Newslettern usw. Und natürlich dient der vorliegende Jahresbericht mit seiner Jahresrechnung ebenfalls diesem Ziel. Wir publizieren darin die detaillierten Zahlen darüber, wie wir die Spendengelder eingesetzt haben, wie hoch unsere Kosten und die Gehälter der Mitarbeitenden und der Direktion sind.

Um unsere Spenderinnen und Spender von der Qualität unserer und der Arbeit unserer Partnerhilfswerke zu überzeugen, haben wir im letzten Jahr elf Medienmitteilungen in allen Landessprachen verschickt, welche zu über 1300 Artikeln in diversen Zeitungen in der Schweiz führten. Zudem haben wir vier Gastartikel in Westschweizer Medien platziert, davon drei in der neuen Philanthropie-Beilage des AGEFI, sechs elektronische Newsletter verschickt und unseren Auftritt in den Sozialen Medien aufgefrischt.

Der neue Stil, der ganz darauf abzielt, transparent darüber Rechenschaft abzulegen, was wir dank den Spenden gemeinsam mit den Partnerhilfswerken erreichen konnten, scheint zu gefallen. Im letzten Jahr konnten wir die Interaktivität bei unseren Facebook-Posts fast vervierfachen, und die Zahl unserer Follower um 12 % steigern.

Diese Anpassungen in der Kommunikation geschahen im Rahmen der Unternehmensstrategie mit dem Anspruch, näher bei den Spenderinnen und Spendern zu sein, ihre Bedürfnisse nach Transparenz und Rechenschaft ernst zu nehmen und umzusetzen. Wir werden diese Bestrebungen im Jahr 2019 weiterführen und intensivieren.

6. Kennzahlen 2018

7. Qualitätsmanagement


In unserer Arbeit sind wir einerseits den Menschen gegenüber verpflichtet, die von Katastrophen oder Konflikten betroffen sind, andererseits auch unseren Spenderinnen und Spendern, die uns ihr Geld anvertrauen und von uns erwarten, dass wir diese Spenden in die bestmögliche Hilfe umwandeln.

Aus diesem Grund steht bei uns das Qualitätsmanagement an höchster Stelle und wir bedienen uns verschiedener Werkzeuge, um sicherzustellen, dass das Geld effektiv und effizient eingesetzt wird.

Dies fängt bei der Auswahl unserer Partnerhilfswerke an, die eine ganze Reihe an Kriterien erfüllen müssen. Die verschiedenen Projektkommissionen sorgen dafür, dass wir nur Projekte finanzieren, die unseren hohen Qualitätsansprüchen entsprechen und unsere Programmabteilung begleitet während dem ganzen Jahr die Projekte, indem sie eine repräsentative Auswahl von Projekten selbst besuchen und mit den Partnerhilfswerken im stetigen Austausch über den Projektfortschritt sind. Zusätzlich lassen wir durch externe und unabhängige Experten Evaluationen von ausgewählten Projekten durchführen, um uns als Geldgeberin für humanitäre Projekte stetig verbessern zu können.

7.1. Evaluationen und Projektbesuche


Im Jahr 2018 besuchten unsere Expertinnen und Experten von uns finanzierte Projekte in Burkina Faso, Indonesien, Haiti, Bangladesch, Jordanien, Kolumbien und im Libanon, um die verantwortungsvolle Verwendung der Spendengelder zu überprüfen. Im Herbst haben wir zudem eine externe Projektevaluation zu den Gesundheitsprojekten in Bangladesch realisiert.

Eine spezielle Art von Evaluation, bei der die Wiederaufbauprojekte durch die nepalesische Bevölkerung selbst evaluiert werden, startete im Jahr 2017 und lief noch bis ins Frühjahr 2018. Im Anschluss organisierten wir einen Workshop mit allen in Nepal aktiven Partnerhilfswerken, um die Resultate der Evaluation sowie die Lehren daraus zu diskutieren.

Zudem haben wir eine Studie in Auftrag gegeben, um zu analysieren welche Herausforderungen und Chancen für die spontanen Hilfsaktionen, die sogenannten «Grassroot- Organisationen,» bestehen, die im Rahmen der Flüchtlingskrise in Griechenland und Serbien entstanden sind. Zwei dieser Organisationen, SAO (Save Assist Outreach) und «One Happy family» wurden im Rahmen dieser Studie direkt unterstützt. Die Unterstützung von «Grassroot-Organisationen» wird in Zukunft vermehrt möglich sein und in den Richtlinien für Projektfinanzierungen festgehalten.

8.1. Stiftungsrat


Der Stiftungsrat ist unser oberstes Organ. Ihm obliegt die Aufsicht über unsere Stiftung und er definiert deren strategische Ausrichtung. Er delegiert gewisse Aufgaben an den Stiftungsratsausschuss. Im Jahr 2018 traf sich der Stiftungsrat dreimal.

Der Stiftungsrat setzt sich aus sechs Vertreterinnen und Vertretern der SRG sowie sechs Repräsentantinnen und Repräsentanten der humanitären Hilfe zusammen. Der Präsident der Projektkommissionen und unser Direktor sitzen jeweils als Berater, ein Vertreter der DEZA als Beobachter ein.

Der Präsident und der Vize-Präsident des Stiftungsrates werden vom Generaldirektor der SRG nominiert. Die Vertreterinnen und Vertreter der humanitären Hilfe stammen entweder aus dem Kreis unserer Partnerhilfswerke oder ergänzen das Gremium als unabhängige Expertinnen und Experten.

Die Stiftungsratsmitglieder werden von der Stiftung für ihre Arbeitsleistung nicht entlohnt, Spesen werden jedoch zurückerstattet.

  • Pascal Crittin, SRG / Präsident
  • François Besençon, SRG / Vizepräsident
  • Jürg Schäffler, SRG
  • Andrea Hemmi, SRF
  • Stefania Verzasconi, RSI
  • Manon Romerio, RTS
  • Vito Angelillo, Terre des hommes – Kinderhilfe
  • Hugo Fasel, Caritas Schweiz
  • Markus Mader, Schweizerisches Rotes Kreuz
  • Petra Schroeter, Handicap International
  • Jim Ingram, Medair
  • Barbara Hintermann, unabhängige Vertreterin, CAUX-Initiatives of Change Foundation
  • Andreas Huber, DEZA / Beobachter
  • Tony Burgener, Direktor Glückskette / beratende Stimme
  • Koenraad van Brabant, Präsident der Projektkommissionen International und Schweiz / beratende Stimme

8.1.1. Ausschuss des Situftungsrates


Der Stiftungsrat delegiert einen Teil der Aufsicht und Kontrolle über unsere Geschäftsführung an seinen Ausschuss. Dessen Mitglieder werden vom Stiftungsrat ernannt und setzen sich aus je zwei Vertreterinnen und Vertretern der SRG und unserer Partnerhilfswerke sowie des Präsidenten des Stiftungsrates zusammen. Unser Direktor und der Präsident der Projektkommissionen sitzen mit beratender Stimme ein. Der Ausschuss traf sich im Jahr 2018 viermal und bereitete wichtige Entscheide des Stiftungsrates vor.

  • Pascal Crittin, SRG / Präsidentin
  • François Besençon, SRG / Vizepräsident
  • Jürg Schäffler, SRG
  • Vito Angelillo, Terre des hommes – Kinderhilfe
  • Jim Ingram, Medair

 

Beratende Stimmen:

  • Tony Burgener, Direktor Glückskette
  • Koenraad van Brabant, Präsident der Projektkommissionen International und Schweiz

8.2.1. Projektkommission International (COPRO INT)


Die Projektkommission International analysiert alle von den Partnerhilfswerken eingereichten Projekte für die Auslandhilfe im Detail und befindet über deren Relevanz sowie deren konzeptuelle und technische Ausführungsdetails. Die Kommission traf sich im Jahr 2018 zu sechs Sitzungen, in denen sie insgesamt 46 Projekte genauestens analysierte. Aufgrund dieser Analyse entscheidet die CoproDec über den Projektantrag, bewilligt eine Finanzierung, lehnt diese ab oder fordert Projektanpassungen.

Die Projektkommission International, deren Mitglieder vom Stiftungsrat bestimmt werden, setzt sich aus unabhängigen Expertinnen und Experten für humanitäre Hilfe sowie aus Vertreterinnen und Vertretern der Partnerhilfswerke und aus unserer Direktion zusammen. Sie wird von einer unabhängigen Person präsidiert.

Projekte mit einem Finanzierungsbeitrag von bis zu 200’000 Franken werden jeweils von unserer Programmabteilung unter Zuzug unabhängiger Expertinnen und Experten analysiert. Den abschliessenden Finanzierungsentscheid fällt die Direktion. 2018 bewilligte diese 44 Projekte.

Projektkommission International

  • Koenraad van Brabant, Präsident
  • Anja Ebnöther, Caritas Schweiz
  • Beatrice Weber, Schweizerisches Rotes Kreuz
  • Martin Schneider, Experte Gesundheitsfragen
  •  Pablo Lo Moro, Experte Livelihood
  • Nathalie Praz, HEKS
  • Christian Gemperli, Solidar Suisse
  • Steve Ringel, Terre des hommes – Kinderhilfe
  • Gabriela Friedl & Katja Schobert (bis 31. August 2018), Expertinnen Wasser
  • Marina Marinov, Expertin Bau (bis 31.5.2018)
  • Ivan Vuarambon, Experte Bau (ab 1. Juli 2018)
  • Mirela Shuteriqi, Expertin Child
  • Sebastian Eugster, Beobachter / DEZA
  • Tony Burgener, Direktor Glückskette
  • Ernst Lüber, Leiter Programmabteilung Glückskette

Entscheidungskommission / COPRO DEC

  • Koenraad van Brabant, Präsident
  • Tony Burgener, Direktor Glückskette
  • Ernst Lüber, Leiter Programmabteilung Glückskette / beratende Stimme
  • Und ein Experte (nicht immer derselbe, beratende Stimme)

8.2.2. Projektkommission und Expertengruppe Schweiz


Für die Bewilligung von Projekten in der Schweiz haben wir eine Projektkommission, die bei Unwettern oder Katastrophen in der Schweiz zum Einsatz kommt und eine Expertengruppe, welche uns bei der Auswahl der Projekte für Jugendliche in Not in der Schweiz unterstützt.

Die Kommission besteht aus drei Experten, je einem Vertreter der mandatierten Partnerorganisationen Schweizerisches Rotes Kreuz und Caritas Schweiz, Vertreterinnen und Vertretern der Glückskette sowie des Präsidenten der Kommission. Sie wird von derselben unabhängigen Person präsidiert wie die Projektkommission International.

  • Koenraad van Brabant, Präsident
  • Tony Burgener, Direktor Glückskette
  • Eric Bardou, Experte für Umwelt und Katastrophenbewältigung
  • Hanspeter Bieri, Experte Versicherungs- und Rechtsfragen
  • Alexander Glatthard, Experte für Öffentliche Körperschaften/Finanzen
  • Silvano Allenbach, Caritas Schweiz
  • Wim Nellestein, Schweizerisches Rotes Kreuz
  • Ernst Lüber, Leiter Projektabteilung Glückskette, beratende Stimme
  • Fabienne Vermeulen, Leiterin Hilfe Schweiz, beratende Stimme

Die Expertengruppe für Projekte für Jugendliche in Not in der Schweiz wurde 2018 gebildet, um die mit den Geldern von «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta» zu analysieren und uns bei der Auswahl der zu unterstützenden Projekte zu beraten. Die Expertengruppe setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Tony Burgener, Direktor Glückskette
  • Ernst Lüber, Leiter Programmabteilung Glückskette
  • Beata Godenzi, Beraterin bei der Glückskette für die sozialen Programme in der Schweiz
  • Laurent Wicht, Professor HES Genf, unabhängiger Experte
  • Patricia Ganter, kantonale Integrationsdelegierte Graubünden, unabhängige Expertin
  • Fabienne Vermeulen, Programmverantwortliche Schweiz

8.2.3. Finanz- und Anlagekommission


Die Finanz- und Anlagekommission berät unseren Stiftungsrat und dessen Ausschuss in allen Fragen, die deren Aufsichtspflicht über die Finanzanlagen betreffen. Zudem beurteilt sie die Finanzberichte und verantwortet die Anlage- und Finanzstrategie. Die Finanz- und Anlagekommission kontrolliert auch die Einhaltung von Richtlinien im Zusammenhang mit den Finanzgeschäften der Stiftung.

Der Präsident der Finanz- und Anlagekommission wird vom Stiftungsrat ernannt. Dazu kommen drei Experten, die ebenfalls vom Stiftungsrat gewählt werden. Als Berater nimmt auch ein Vertreter von PPCmetrics, einem auf Pensionskassen und Stiftungen spezialisierten Finanzberatungsinstitut, an den Sitzungen teil. Unser Direktor und unsere Leiterin Finanzen nehmen ständig an den Kommissionssitzungen teil.

  • Jürg Schäffler, Präsident
  • Riccardo Pallich, unabhängiger Experte
  • Federico Perlingieri, unabhängiger Experte
  • Paul-André Sanglard, unabhängiger Experte (bis 31.5.2018)

Permanent Eingeladene:

  • Pascal Crittin, Präsident Glückskette
  • Tony Burgener, Direktor Glückskette
  • Catherine Baud-Lavigne, stellvertretende Direktorin Glückskette und Leiterin Finanzen und Administration
  • Pascal Frei, PPCmetrics

8.2.4. Medienkommission


Unsere Medienkommissionen sind informelle Organe. Mitglieder sind unsere Kommunikationsverantwortlichen sowie aller Partnerhilfswerke respektive der SRG.

Medienkommission Partnerhilfswerke

Die Medienkommission der Partnerhilfswerke erlaubt es uns, unsere Kommunikation und Fundraising mit den Partnern abzustimmen. Im Jahr 2018 traf sich die Kommission im Frühjahr und besprach vor allem die Sammlung für die Rohingya. Zu den anderen Sammlungen fand der Austausch mittels Telefonkonferenzen und E-Mails statt. Neben der Medienkommission traf sich auch die «Digital Group», in der wir uns mit unseren Partnerhilfswerken zu digitalen Möglichkeiten und Herausforderungen im humanitären Bereich austauschen.

Medienkommission SRG

In einem informellen Rahmen und mittels bilateraler Meetings tauscht sich unsere Kommunikationsabteilung regelmässig mit den Redaktionsverantwortlichen der SRG in allen vier Unternehmenseinheiten über die Abläufe bei Sammeltagen aus, diskutiert allgemeine humanitäre Themen und berichtet transparent über die eingesetzten Spenden. Wir nehmen jedoch in keiner Weise Einfluss auf die Berichterstattung der SRG-Journalistinnen und -Journalisten, deren Unabhängigkeit garantiert ist.

8.3. Team


Direktion

  • Tony Burgener, Direktor und Leiter Kommunikationsabteilung
  • Catherine Baud-Lavigne, stellvertretende Direktorin, Leiterin Finanzen und Administration
  • Ernst Lüber, Leiter Programmabteilung
  • Priska Spörri, Verantwortliche Öffentlichkeitsarbeit und Partnerbeziehungen

Programmabteiung

  • Ernst Lüber, Leiter Programmabteilung
  • Manolo Caviezel, Programmbeauftragter (bis 31.01.2018)
  • David Dandrès, Programmbeauftragter
  • Mai Groth, Programmbeauftragte
  • Fabienne Vermeulen, Programmbeauftragte Schweiz
  • Rahel Bucher, Assistentin Programmabteilung

Kommunikation

  • Tony Burgener, Direktor und Leiter Kommunikationsabteilung
  • Daniela Toupane, Kommunikationsbeauftragte und Pressesprecherin Deutschschweiz
  • Sophie Balbo, Kommunikationsbeauftragte und Pressesprecherin Westschweiz
  • Olivier Soret, Verantwortlicher Digital
  • Sylvie Kipfer, Web-Editorin

Finanzen und Administration

  • Catherine Baud-Lavigne, stellvertretende Direktorin, Leiterin Finanzen und Administration
  • Graziella della Luce, Verantwortliche Buchhaltung
  • Corinne Mora, Verantwortliche Administration
  • Joëlle Hainaut, Assistentin Administration (bis 31.12.2018)
  • Jodok Gschwendtner, Assistent Logistik / Informatik
  • Jasmine Stein, Bürohilfe

Delegierte

  • Priska Spörri, Verantwortliche Öffentlichkeitsarbeit und Partnerbeziehungen, Zürich
  • Eugenio Jelmini, Delegierter für die italienische Schweiz

8.4. SRG-Botschafterinnen und -Botschafter für die Glückskette


Die SRG-Botschafterinnen und -Botschafter für die Glückskette kamen im Jahr 2018 gleich zweimal oder sogar dreimal zum Einsatz: am nationalen Solidaritätstag für die Rohingya und an dem für die Opfer des Tsunami in Indonesien sowie während der Sammelaktionen «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta». Dabei spielen sie eine ausserordentlich wichtige Rolle, denn sie sind an Sammeltagen über das Radio und Fernsehen während 18 Stunden in Kontakt mit unseren Spenderinnen und Spendern, erklären die Hintergründe der Katastrophe und der möglichen Hilfe, berichten aus den Sammelzentralen und leiten Diskussionen mit Expertinnen und Experten zum Thema. Durch wird das Sammelthema für die Spenderinnen und Spender zu Hause greifbar.

In der Deutschschweiz hat der SRF-Moderator Dani Fohrler (1) dieses Amt von seiner Vorgängerin Ladina Spiess übernommen. Er arbeitet dabei eng mit SRF1-Produzentin und -Redaktorin Sandra Witmer zusammen, die während dem Jahr mehrere Reportagen aus den Krisengebieten für die Sendungen Treffpunkt und Doppelpunkt zusammenstellt. Diese zeigen den Spenderinnen und Spendern auf, wie wir die Gelder eingesetzt haben. Um uns noch besser kennenzulernen, hat Dani Fohrler sich während einer Woche in Nepal ein Bild davon gemacht, wie wir die Hilfsprojekte gemeinsam mit unseren Schweizer Partnerhilfswerken und deren lokalen Partnern umsetzen.

In der Romandie ist der RTS-Radio- und Fernsehmoderator Jean-Marc Richard (2) seit 1997 an nationalen Sammeltagen RTS-Botschafter für die «Chaîne du Bonheur». Er engagiert sich auch regelmässig in verschiedenen Sendegefässen von RTS für humanitäre und soziale Themen, inklusive der Berichterstattung über die Verwendung der Spenden der Glückskette, und anlässlich der Aktion «Coeur à Coeur».

In der italienischen Schweiz moderiert Carla Norghauer (3) auf RSI an unseren Solidaritätstagen und ist auch während Ogni centesimo conta im Einsatz. In der rätoromanischen Schweiz ist die ehemalige Radiojournalistin und Programmreferentin Claudia Cathomen (4) RTR-Botschafterin für die Glückskette.

8.5. Freiwillige


Im Jahr 2018 bestand unsere gesamte Belegschaft aus 18 Personen verteilt auf 14 Vollzeitstellen. Daher ist es offensichtlich, dass wir nationale Solidaritätstage oder die Aktionen «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Ceur» und «Ogni centesimo conta» nicht alleine stemmen können.

Glücklicherweise dürfen wir aber auf über 1800 Menschen zählen, die sich bei uns als Freiwillige registriert haben. Davon kamen im letzten Jahr rund 500 bei den beiden nationalen Sammeltagen und unseren Weihnachtssammelaktionen zum Einsatz und haben zusammen mehr als 1300 Stunden Arbeitszeit gespendet. Ihnen gebührt ein riesiges DANKE.

9. Partnerschaften


Partnerschaften sind ein integrierter Teil unserer Stiftung und sind sowohl in die Organe wie auch in die operationellen, administrativen und kommunikativen Tätigkeiten voll eingebunden. Einerseits dürfen wir im Rahmen der Spendensammlungen auf die Unterstützung unserer Trägerin und Medienpartnerin SRG, aber auch von Privatmedien wie den Privatradios pro Glückskette zählen.

Beim Einsatz der Spendengelder wiederum kommen im Ausland unsere 26 akkreditierten Partnerhilfswerke zum Einsatz. In der Schweiz arbeiten wir mit Schweizer Sozialinstitutionen zusammen, die eine ausgewiesene Expertise im jeweiligen Kontext aufweisen.

Darüber hinaus arbeiten wir in spezifischen Bereichen mit weiteren Partnern zusammen: Dazu zählt unter anderem die Swisscom, welche unsere Sammelaktionen seit unseren Anfängen mit ihrer Infrastruktur und mit Spenden unterstützt. Seit 2017 arbeiten wir im Rahmen von «Jeder Rappen zählt» und «Coeur à Coeur» auch mit TWINT zusammen und 2018 haben wir mit Bonuscard.ch AG eine eigene Glückskette Visa Card herausgebracht. Die Mitarbeitenden des Customer Service Centers der Credit Suisse unterstützen im Rahmen des Corporate Volunteering Programms die Glückskette am Spendentelefon.

9.1. Partnerhilfswerke Ausland


Wir sind eine Stiftung und die grösste private Schweizer Geldgeberin für humanitäre Hilfe. Das heisst, wir sammeln gemeinsam mit der SRG nach grossen Katastrophen im In- und Ausland Spenden und finanzieren damit Projekte. Wir sind aber selbst nicht operativ tätig und kein Hilfswerk. Für die Umwandlung der Spendengelder in konkrete Hilfe arbeiten wir im Ausland mit unseren 26 Schweizer Partnerhilfswerken zusammen.

Damit sie uns Projekte zur Finanzierung unterbreiten können, müssen sie bei uns akkreditiert sein und diesen Prozess alle vier Jahre wiederholen. So stellen wir sicher, dass wir immer genau die Hilfswerke als Partner haben, die in der Lage sind, nach Katastrophen die Hilfe schnell und effizient umzusetzen.

Durch die Veränderungen in der humanitären Hilfe und die Reglementierung der selbigen durch die betroffenen Staaten wird es auch immer wichtiger, dass unsere Partner lokal über ihre Netzwerke oder Partnerschaften sehr gut vernetzt sind. Gerade im Fall von Indonesien hat sich gezeigt, dass unsere Partnerhilfswerke hier sehr gut aufgestellt und vernetzt sind.

Als neues Partnerhilfswerk ist 2018 die Stiftung Hirondelle zu uns gestossen. Die Stiftung deckt einen neuen Tätigkeitsbereich ab und sorgt in humanitären Kontexten für eine optimale Verbreitung von zuverlässigen Informationen.

Die Glückskette macht aber auch immer wieder Ausnahmen und unterstützt Organisationen, welche thematisch oder geographisch einen besonderen Mehrwert in der humanitären Hilfe bieten.


ADRA Schweiz, Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe, berücksichtigt umfassend die Bedürfnisse von Familien, bedürftigen Menschen oder Opfern und fördert deren wirtschaftliche Autonomie und Unabhängigkeit, damit die Würde wieder hergestellt wird.
Brücke · Le pont trägt mit dem Programm «Arbeit in Würde» dazu bei, dass benachteiligte Menschen in Afrika und Lateinamerika ihre Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern und ihre Armut durch eine faire und nachhaltige sozioökonomische Entwicklung überwinden.
Caritas Schweiz hilft Menschen in Not in der Schweiz und weltweit und setzt sich mit dem Netz der regionalen Caritas-Organisationen dort ein, wo Menschen von Armut betroffen sind. Caritas leistet Nothilfe bei Katastrophen und engagiert sich auch im Wiederaufbau.
Die CBM Christoffel Blindenmission Schweiz erbringt Entwicklungs- sowie Nothilfe und ermöglicht in Afrika, Asien und Lateinamerika, dass Menschen mit Behinderungen medizinisch betreut, integrativ gefördert und in die Gesellschaft gleichberechtigt einbezogen werden.
Der Christliche Friedensdienst cfd ist aktiv in der Internationalen Zusammenarbeit, in der Migrations- und der Friedenspolitik. Gemeinsam mit lokalen Organisationen unterstützt der cfd Empowerment-Projekte mit Frauen in Palästina/Israel, in Südosteuropa und im Maghreb.
Enfants du Monde ist ein Schweizer Hilfswerk, das benachteiligten Kindern in Bangladesch, Burkina Faso, Niger, Guatemala, El Salvador, Kolumbien sowie auf Haiti eine hochwertige Schulbildung und eine gute Gesundheitsversorgung ermöglicht.
Fastenopfer ist das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz. Der Slogan «Wir teilen» umschreibt das Engagement. Fastenopfer unterstützt in
14 Ländern im Süden und in der Schweiz benachteiligte Menschen dabei, ihre Zukunft selber in die Hand zu nehmen.
Die Stiftung Hirondelle ist eine 1995 gegründete Schweizer gemeinnützige Organisation, die Menschen in Krisensituationen Informationen zur Verfügung stellt, die ihnen ermöglichen, in ihrem Alltag und als Bürger zu handeln. Die Stiftung ist in 8 Ländern und 3 Kontinenten
Handicap International arbeitet mit Menschen mit Behinderungen und schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen und setzt sich dafür ein, ihre Grundbedürfnisse zu decken, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und für die Einhaltung ihrer Würde und ihrer Grundrechte zu werben.
Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz leistet nach Naturkatastrophen sowie während oder nach bewaffneten Konflikten humanitäre Nothilfe und bekämpft im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit die Ursachen von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit.
HELVETAS setzt in Afrika, Asien, Südamerika und Osteuropa Projekte in den Bereichen Wasser und Infrastruktur, Bildung, Landwirtschaft und Markt, Umwelt, Prävention von Naturkatastrophen sowie Rehabilitation und Wiederaufbau nach Katastrophen um.
IAMANEH Schweiz setzt sich für die Verbesserung der sexuellen Gesundheit und gegen Gewalt an Frauen ein. Die Projekte in Westafrika und im Westbalkan richten sich an Frauen, Kinder und Jugendliche, um diese darin zu bestärken, ein selbstverantwortliches Leben zu führen.
Medair hilft weltweit Menschen in Not in entlegenen und vernachlässigten Regionen, Krisen zu überleben, sich in Würde zu erholen und Fertigkeiten zu entwickeln, die sie für den Aufbau einer besseren Zukunft brauchen.
Médecins du Monde Suisse/Ärzte der Welt Schweiz realisiert Projekte der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit insbesondere für Mütter, Kinder und hilfsbedürftige Menschen. Ziel ist es, diesen Menschen den Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen
Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) ist eine internationale, unabhängige, humanitäre Hilfsorganisation. Sie leistet medizinische Nothilfe für Menschen, die von bewaffneten Konflikten, Epidemien und Naturkatastrophen betroffen sind.
Nouvelle Planète unterstützt effiziente und nachhaltige Projekte dynamischer lokaler Gruppierungen in ländlichen Gebieten von Afrika, Asien und Lateinamerika. Die lokalen Partner werden in ihren Initiativen zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen unterstützt.
Save the Children Schweiz ist eigenständiges Mitglied der grössten unabhängigen Kinderrechtsorganisation der Welt. In der Schweiz und weltweit sorgt Save the Children dafür, dass Kinder gesund aufwachsen, zur Schule gehen können und geschützt sind.
Als Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung engagiert sich das SRK in 30 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika in der Nothilfe, beim Wiederaufbau nach Katastrophen, in der Katastrophenvorsorge und in der Verbesserung der Gesundheitsversorgung.
SolidarMed ist die Schweizer Organisation für Gesundheit in Afrika und verbessert die Gesundheitsversorgung von 1,5 Mio. Menschen in Lesotho, Mosambik, Tansania, Sambia und Zimbabwe, stärkt das vorhandene medizinische Angebot nachhaltig und baut es sinnvoll aus.
Solidar Suisse kämpft für faire Arbeit, demokratische Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit weltweit. In über 60 Projekten auf vier Kontinenten setzen wir Solidarität in die Tat um.
Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi engagiert sich in zwölf Ländern weltweit für den Zugang zu qualitativ guter Bildung für Kinder und Jugendliche. In der Schweiz fördert sie mit erlebnispädagogischen Projekten die interkulturelle Kompetenz von Schülerinnen und Schülern.
SWISSAID ist in neun Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und nimmt auch in der Schweiz auf entwicklungspolitische Fragen Einfluss.
Swisscontact ist die wirtschaftsnahe, unabhängige Stiftung für internationale Entwicklungszusammenarbeit. In 36 Ländern fördert Swisscontact seit 1959 die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung.
Terre des hommes (Tdh) ist das führende Schweizer Kinderhilfswerk. Unsere Programme in den Bereichen Gesundheit, Kinderschutz und Nothilfe unterstützten im Jahr 2018 mehr als vier Millionen Kinder und Mitglieder ihrer Gemeinschaften in über 40 Ländern.
terre des hommes schweiz setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Jugendlicher in zehn Ländern des Südens ein. In der Schweiz wird zur Ungleichheit zwischen Nord und Süd informiert und sensibilisiert sowie zu Solidarität ermutigt.
Vivamos Mejor setzt sich ein für eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen in Lateinamerika. Die Stiftung engagiert sich dazu im Bereich der Vorschul- und Berufsbildung sowie im Bereich der Wassernutzung und bäuerlichen Existenzsicherung.

9.2. Unterstützte Schweizer Sozialinstitutionen


Die von uns unterstützten Projekte für Jugendliche in Not werden in der Schweiz von Organisationen und Vereinen umgesetzt, die sich auf den Bereich der sozialen und beruflichen Integration von Jugendlichen spezialisiert haben. Diese müssen nicht akkreditiert sein, aber eine Reihe von spezifischen Kriterien erfüllen.

In den letzten drei Jahren haben wir insgesamt 68 Projekte von über 67 Organisationen in diesem Bereich unterstützt. Wie im Ausland, ist uns auch in der Schweiz der Austausch von Erfahrungen, vorbildlicher Praktiken und Erkenntnissen wichtig und wir bieten hier eine Plattform an. So haben sich im Jahr 2018 Westschweizer und Tessiner Organisationen gemeinsam mit uns getroffen und sich untereinander und mit uns über Themen wie Folgemassnahmen und Evaluationen ausgetauscht.

9.3. SRG SSR


Von der SRG gegründet, und 1983 in die Unabhängigkeit entlassen, sind wir immer noch auf vielen Ebenen mit der SRG verbunden. Einerseits sind sechs unserer Stiftungsratsmitglieder, darunter der Präsident und der Vizepräsident, aus den Reihen der SRG.

Diese Nähe wird aber nicht nur auf institutioneller, sondern auch auf operationeller Ebene gelebt. Die SRG unterstützt unsere Spendenaufrufe und stellt an nationalen Solidaritätstagen ihre Programme während 18 Stunden in den Dienst unserer Sammlung, berichtet über die Katastrophe, die geleistete Hilfe und lässt Experteninnen und Experten, Mitarbeitende der Hilfswerke und Betroffene zu Wort kommen.

Die SRG sammelt aber nicht nur mit uns gemeinsam Spenden, sondern berichtet regelmässig in verschiedenen Sendegefässen wie Mitenand – Ensemble – Insieme, Doppelpunkt, Treffpunkt etc. über die Verwendung der Spendengelder und beleuchtet dabei kritisch die Arbeit der Partnerhilfswerke und die Entwicklungen in der humanitären Welt.

Im Jahr 2018 unterstützte die SRG unsere drei Sammelaktionen für die Opfer aktueller Krisen, die Rohingya, die Opfer des Tsunami in Indonesien und Überschwemmungen in Indien. Aber auch die thematischen Sammlungen «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta» wurden gemeinsam mit den Unternehmenseinheiten der SRG durchgeführt.

2018 hat noch eine zusätzliche Annäherung an die SRG stattgefunden, weil wir unsere Genfer Büros ins RTS-Gebäude verlegt haben. Und die No-Billag-Abstimmung war für uns eine gute Gelegenheit unseren Spenderinnen und Spendern unsere Nähe zur SRG aufzuzeigen und welchen Mehrwert diese für Opfer von Katastrophen, aber auch für die Schweizer Hilfswerke im Bereich der humanitären Hilfe bringt.

9.4. SWISSCOM


Swisscom ist eine unserer langjährigen Partnerinnen. Das Unternehmen stellt uns seine Dienstleistungen zur Verfügung und trägt so zu unserem Betrieb bei. Während Sammeltagen und -aktionen sorgt es für die notwendige Infrastruktur (wie etwa Telefonleitungen und die Gratisnummer 0800 87 07 07), damit die Sammelzentrale angerufen und Spendenversprechen entgegengenommen werden können. Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag zu unseren Betriebskosten.

2018 konnten wir nicht nur im Rahmen der beiden nationalen Solidaritätstage für die Rohingya und die Opfer des Tsunami in Indonesien auf die Unterstützung der Swisscom zählen sondern auch im Rahmen der Telefonzentralen während unseren thematischen Sammlungen «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta».

9.5. Emergency Appeals Alliance


Im Rahmen der 2008 ins Leben gerufenen «Emergency Appeals Alliance» (EAA) haben wir uns mit zehn uns ähnlichen Organisationen aus verschiedenen Ländern zusammengeschlossen. Über den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu Themen wie gemeinsame Spendenaufrufe, «Best Practices» in der humanitären Hilfe oder gute Organisationsführung hinaus will sich der Verbund auch als Ansprechpartner für globale Medien und Akteure des Privatsektors etablieren.

Im Berichtsjahr haben sich die Mitglieder der EAA einmal in London und einmal in Amsterdam getroffen, um die Diskussionen über die strategischen Herausforderungen mit denen die verschiedenen Allianzen in ihren Ländern konfrontiert sind, weiterzuführen. Dabei ging es um die Weiterentwicklungen in der humanitären Welt, die Koordination und Zusammenarbeit von Spendenaufrufen bei Katastrophen, die Normen, welche die Arbeit der Hilfswerke im Feld reglementieren, die Beziehung zu Service-Public-Partnern, die Zusammenarbeit mit globalen Unternehmen wie Google oder Facebook, die digitale Transformation und vielem mehr.

Die EAA plant, sich eine juristische Struktur zu geben und eine Stiftung nach holländischem Recht zu werden. Das sollte sie befähigen mit supranationalen Organisationen und Unternehmen in den Dialog zu treten und sich in der humanitären Welt besser positionieren zu können. Die offizielle Stiftungsgründung erfolgt im ersten Semester 2019.

Neue Allianzen wurden in Frankreich und Irland gegründet, welcher die EAA als Beobachterin zur Seite standen. Die Organisation Aktion Deutschland Hilft hat die Gruppe im Jahr 2018 präsidiert, während unsere stellvertretende Direktorin Catherine Baud-Lavigne Vizepräsidentin war.

Mitgliederorganisationen:

9.6. Weitere Partner


Im Jahr 2018 konnten wir auf die Unterstützung weiterer Partner zählen. Die nachfolgende Aufzählung ist nicht abschliessend:

  • Privatradios pro Glückskette: Das Engagement der Privatradios ist exemplarisch und hilft uns bei den Spendenaufrufen und bei der Rechenschaftsablegung.
  • Post: Einzahlungsscheine der Glückskette liegen in allen Poststellen während des ganzen Jahres auf und die Spendenmöglichkeit am Postomat ist während Spendenaktionen aktiviert.
  • Revisoren Mazars: Beitrag an das Betriebsbudget und fachliche Unterstützung
  • Keystone: Unterstützung während der verschiedenen Spendensammelaktionen durch Zugang zu und Nutzungsrecht von aktuellen Bildern aus Katastrophen- und Krisengebieten
  • Swiss TXT: Unterstützung aller Spendenaufrufe
  • Bonus Card, Demo SCOPE, WEMF, intervista und Migros bieten ihren Kunden die Möglichkeit, ihre Bonuspunkte zu spenden.
  • Migros: Spenden von Cumulus-Punkten durch Migros-Kunden an die Sozialhilfe Schweiz in der Höhe von 8’495 Franken. Damit haben wir die Stiftung die Association La Tuile in Fribourg, den Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter in Baselstadt und Subita, eine Organisation für mobile Sozialarbeit in Winterthur unterstützt.
  • Crédit Suisse Die Mitarbeitenden des Customer Service Centers unterstützten uns im Rahmen ihres Corporate Volunteering an den nationalen Sammeltagen und anlässlich der thematischen Sammlungen «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta», indem sie im Hintergrund Spendentelefone entgegennahmen, immer dann, wenn in der Glückskette-Sammelzentrale die Telefone «heiss laufen».
  • TWINT: TWINT stellte seine Dienstleistung im Rahmen von «Jeder Rappen zählt», «Coeur à Coeur» und «Ogni centesimo conta» zur Verfügung.
  • Bonuscard.ch AG hat für uns eine eigene Visa Card entwickelt, bei der mit jedem Einkauf automatisch gespendet wird. Die Herausgeberin der Glückskette Visa Card spendet dabei 0,3 % auf alle getätigten Einkäufe und überweist ausserdem im ersten Jahr die Jahresgebühr vollumfänglich und danach einen Teil der Jahresgebühr als Spenden an die Glückskette.

10. Finanzen


Wie jedes Jahr haben wir die uns anvertrauten Spendengelder bei verschiedenen Banken angelegt, bis sie vollständig eingesetzt werden können. Die von der Finanz- und Anlagekommission genehmigte und bis 2020 verlängerte Finanzstrategie hat sich in den letzten fünf Jahren bewährt. Dabei stehen Ethik, Diversifizierung und Kapitalerhaltung im Vordergrund. Im Sinne der Transparenz zielt die Stiftung darauf ab, die nötige Liquidität für die Finanzierung laufender Projekte zu gewährleisten sowie ein bestimmtes Einkommen zu erzielen, um möglichst einen Teil der Betriebskosten zu decken. Sollten diese auf diesem Weg nicht gedeckt werden können, können wir auf unsere Reserven zurückgreifen oder maximal fünf Prozent von den Spenden der grössten Sammelaktionen abbuchen.

Die Anlagerisiken halten wir möglichst klein und sie werden von der Direktion, der COGEFI und der Finanzberatungsfirma PPCmetrics laufend überwacht. Das Anlagevermögen ist dreigeteilt: in flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen (weniger als 12 Monate angelegt), in mittelfristige Anlagen (12 bis 48 Monate angelegt) und in langfristige Investitionen (länger als 4 Jahre angelegt). Der letzte Teil, der maximal 45 Prozent des Gesamtportfolios ausmachen darf, haben wir bei zwei Finanzinstituten angelegt.

Bei unseren Finanzanlagen wenden wir die, im 2017 etablierte Investitions-Charta an, welche die Anlagekriterien in Bezug auf Nachhaltigkeit und der ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Governance) festlegt. Die Einhaltung dieser Kriterien wird regelmässig überprüft.

Im Jahr 2018 haben unsere Anlagen aufgrund der sehr schwierigen Finanzmärkte, besonders im Dezember, ein Finanzergebnis von minus 1’460’177 Franken erzielt, welches durch Finanzreserven gedeckt wird.

Unsere Betriebskosten beliefen sich 2018 auf 3’285’107 Franken, mit 13 % Einsparungen gegenüber dem Vorjahr. Diese Kosten werden im Berichtsjahr einerseits durch Einbehalt von maximal fünf Prozent der grossen Spendensammlungen und andererseits durch Auflösung eines Teils der Betriebsreserven gedeckt.

Der Auditbericht der Revisoren Mazars SA vom Februar 2019 enthielt keine speziellen Kommentare.

Am 31. Dezember 2018 setzten sich die zu 93 Prozent in Schweizer Franken angelegten Gelder folgendermassen zusammen: 32 Prozent Obligationen, 50 Prozent flüssige Mittel, 11 Prozent Aktien und 6 Prozent Immobilien.

Dank unserer diversifizierten Anlagepolitik, bezahlen wir bis heute keine Negatifzinsen auf unsere flüssigen Mittel.

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